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Die TGD kritisiert die Forderungen des Bundesinnenministers und weiterer CSU/CDU-Politiker, die Sicherheitsgesetze infolge der Anschläge von Würzburg und Ansbach unverhältnismäßig zu verschärfen. „Eine massive Verschärfung der Sicherheitsgesetze, die eine große Gruppe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte unter Generalverdacht stellt, wird Probleme bei der Integration nicht lösen. Ganz im Gegenteil, es wird die Abneigung bestimmter Bevölkerungsgruppen gegenüber dem deutschen Staat erst recht erhöhen, wenn sie kollektiv als Problem wahrgenommen werden“, bringt der TGD-Bundesvorsitzende Gökay Sofuoğlu besorgt zum Ausdruck.

Scharfe Kritik übt die TGD auch an den Äußerungen zur Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft. „Es kann nicht angehen, dass allen türkeistämmigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit einem Mal die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen werden soll, nur weil einige unter ihnen an einer Demonstration für den türkischen Staatspräsidenten teilgenommen haben. Bei einem Einheimischen ohne Migrationshintergrund kommt ja schließlich auch keiner auf die Idee, bei einer unerwünschten Handlung die deutsche Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Warum gelten mit Blick auf Menschen, die ebenso hier geboren und sozialisiert worden sind, andere Standards, nur weil sie ausländische Wurzeln haben?“, so Sofuoğlu.

Gökay Sofuoğlu weist zudem darauf hin, dass Thomas de Maizière als Bundesinnenminister weit davon entfernt ist, für das Wohl aller Mitbürgerinnen und Mitbürger zu handeln, wenn es für ihn „Deutsche erster und zweiter Klasse“ gebe. Die TGD appelliert an den Bundesinnenminister sowie an weitere politisch Verantwortliche, sich bei der Integrationsdebatte nicht von den Positionen der AfD und anderer Rechtspopulisten beeinflussen zu lassen.

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